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Initiative Südsudan | Home
"Behandelt uns nicht wie Opfer"
derstandard.at; Interview | Manuela Honsig-Erlenburg, 12. Februar 2013,
John Kon Kelei im Interview: Kindersoldaten brauchen vorrangig Bildung und Menschen, die sie mit ihrer Geschichte ernst nehmen, ohne sie zu stigmatisieren.
John Kon Kelei ist ein ehemaliger Kindersoldat. Mit vier Jahren wurde er von seinen Eltern im Süden des Sudans weggeholt, um "in einer sichereren Umgebung zur Schule zu gehen". Die Realität sah anders aus.
Gemeinsam mit 20.000 zwangsrekrutierten Kindern musste er bis nach Äthiopien marschieren. Einige überlebten den Gewaltmarsch nicht. Mit sechs begann seine militärische Ausbildung. Machte er etwas falsch, ließ man ihn in der Sonne stehen, bis er bewusstlos wurde. Flucht wurde mit dem Tod bestraft. Trotzdem floh John Kon Kelei - weil er seine Eltern wiedersehen und endlich die versprochene Schulbildung erhalten wollte. Und weil er das Gefühl hatte, nicht ernst genommen zu werden, als er mit neun Jahren immer noch nicht an die Front durfte.
Knapp 20 Jahre später spricht er als Anwalt, Universitätsdozent und Schulgründer anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten über sein Schicksal, die Kraft, die er daraus zog, und seinen Einsatz gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegseinsätzen. derStandard.at traf ihn zum Interview. (siehe link zum Artikel und Interview).
Die Links zu den Artikeln befinden sich hinter den Überschriften!
Protests ahead of Berlin conference which shall strengthen economic ties with Sudanwww.euafrika.org; 28/01/2013 © Thosten Strasas
Africa is becoming more peaceful, despite the war in Mali
04/02/2013 © Jayel Aheram
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
www.reporter-ohne-grenzen.de; 30/01/2013
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob Journalisten heute freier berichten können oder ob die neuen Machthaber die Medien genauso streng kontrollieren wie ihre Vorgänger. „In vielen arabischen Staaten müssen Pressefreiheit und der Schutz von Journalisten verbindlich in Gesetzen festgeschrieben werden“, fordert Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen in Berlin.
Die ROG-Rangliste der Pressefreiheit vergleicht die Situation der Medien in 179 Staaten und Regionen bis Ende November 2012. An der Spitze der Rangliste stehen europäische Länder, Schlusslichter sind wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan.
AFRIKA
SOMALIA (Platz 175) war 2012 nach Syrien das gefährlichste Land für Journalisten und ist damit fast an das Ende der Rangliste herangerückt. Drohungen, Anschläge und Morde sind dort an der Tagesordnung, und die Verantwortlichen werden kaum jemals zur Verantwortung gezogen. Im SUDAN (Platz 170) gibt es keine unabhängigen Medien; auch 2012 wurden Zeitungen beschlagnahmt und Journalisten verhaftet. Auch in GAMBIA (Platz 152), SWASILAND (155), RUANDA (161) und ÄQUATORIALGUINEA (166) halten autoritäre Staatschefs die Medien unter strikter Kontrolle.
Im SENEGAL (Platz 59) und in LIBERIA (Platz 97) gaben Ankündigungen der Präsidenten Anlass, auf Verbesserungen der Pressefreiheit zu hoffen. Der SÜDSUDAN (Platz 124) enttäuschte im Jahr nach seiner Staatsgründung: Während die von der Regierung angekündigten Mediengesetze auf sich warten lassen, wurde dort bereits ein Kolumnist ermordet….
…SPITZENREITER UND SCHLUSSLICHTER
FINNLAND, die NIEDERLANDE und NORWEGEN haben sich als weltweit führend beim Schutz der Pressefreiheit behauptet. Dazu tragen liberale Regelungen über den Zugang zu Behördeninformationen sowie Schutz journalistischer Quellen bei. In Finnland haben die Bürger seit 2010 sogar ein einklagbares Recht auf eine bezahlbare Breitbandverbindung. Am Ende der Rangliste halten sich unverändert ERITREA, NORDKOREA und TURKMENISTAN – Diktaturen, die die Medien vollständig kontrollieren.
Südsudan: Überfall auf Viehtreiber - mehr als hundert Tote
www.spiegel.de; 10/02/2013
Die Angreifer schossen mit automatischen Waffen: Bei einem Überfall auf einen Viehkonvoi im Südsudan sind mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind viele Frauen und Kinder. Hunderte Menschen werden noch vermisst.
Juba - Bei einem gewaltsamen Überfall auf Viehtreiber im Südsudan sind mehr als hundert Menschen getötet worden. Die Viehtreiber seien im Bundesstaat Jonglei von Angreifern mit automatischen Waffen überfallen worden, sagte der Gouverneur von Jonglei, Kuol Manyang, am Sonntag. Der Angriff ereignete sich demnach schon am Freitag.
Die Viehtreiber seien von einer Armeekolonne begleitet worden. 103 Menschen seien getötet worden, darunter 14 Soldaten. Die anderen Opfer seien Zivilisten, die meisten davon Frauen und Kinder.
Die Armee bestätigte den Vorfall vom Freitag und erklärte, 500 Menschen würden noch vermisst. Die Zahl der getöteten Soldaten wurde zunächst nicht bestätigt. Bei den Angreifern handelte es sich dem Gouverneur zufolge um Zivilisten und bewaffnete Rebellen der Murle-Volksgruppe aus dem Bezirk Pibor. Der Südsudan wirft dem Sudan vor, Rebellen mit Waffen und Munition zu versorgen, was die Regierung in Khartum aber bestreitet.
Die politischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind seit der Unabhängigkeitserklärung des Südens im Juli 2011 angespannt. Davor waren in einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg rund zwei Millionen Menschen getötet worden. Seit der Unabhängigkeit sind in der Unruheregion Jonglei nach Uno-Angaben mehr als 1500 Menschen getötet worden. Der jüngste Angriff war demzufolge der schwerste seit 2011.
Die angegriffenen Viehtreiber stammten aus dem Bezirk Akobo. Dem Bezirksbeauftragten Goi Jooyul zufolge waren die Angreifer mit Granaten, Speeren und Macheten bewaffnet. Hunderte Familien würden noch vermisst. Insgesamt hätten rund 3000 Menschen das Vieh begleitet.
wal/AFP/Reuters
siehe ebenso:
www.tagesschau.de: Opfer vor allem Frauen und Kinder 100 Tote bei Rebellenüberfall im Südsudan
Die Farben des Südsudan:
Schwarz, Weiß, Rot, Grün, Blau und Gelb sind die offiziellen Farben des Südsudan. Die neue Staatsflagge war ursprünglich das Symbol der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und wurde 2005 als Flagge der autonomen Region Südsudan übernommen.
Die Farben stehen für die Identität und prägenden Merkmale des Landes: Schwarz symbolisiert die schwarzafrikanische Bevölkerung des Südsudan, Weiß steht für den Frieden, die Farbe Rot für das Blut, das während des Bürgerkriegs geflossen ist. Grün steht für das landwirtschaftliche Potenzial Südsudans, während die Farbe Blau den Nil darstellt. Der gelbe Stern symbolisiert die Einheit der zehn sudanesischen Bundesstaaten, aus denen der neue Staat hervorgegangen ist.
Quelle: Quelle: dpa, 09.07.2011
Unser Südsudankalender 2011
Südsudan 2011 - Referendum - Entscheidung für eine friedliche Zukunft
Southern Sudan 2010 - Referendum - A Choise for a Peaceful Future

Deckblatt
Das Recht auf Selbstbestimmung
Zum allerersten Mal seit dem Ende des Kolonialismus wird der Bevölkerung einer früheren Kolonie in einem Referendum das Recht auf Selbstbestimmung zugestanden. Zuvor war eine Veränderung der von ehemaligen Kolonialherren geschaffenen Grenzen Afrikas in dieser Form unmöglich. Am 9. Januar 2005 unterzeichneten die Vertreter der beiden Kriegsparteien Süd- und Nordsudans das Friedensabkommen, Comprehensive Peace Agreement (CPA), das für Südsudan ein Referendum mit der Option zur Unabhängigkeit beinhaltet.
Die drei zentralen Elemente des CPA sind die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit zwischen der NCP, und der SPLM und einer Autonomieregierung für Südsudan, in der die SPLM die Mehrheit hat. Das zweite Element sind die Präsidentschafts-, Parlaments- und Gouverneurswahlen, die für 2009 geplant waren und im April 2010 stattgefunden haben - verspätet und unter Boykott vieler Oppositionsparteien. Die Durchführung des Referendums in Südsudan als dritter Baustein aber war es, der für die SPLM wesentlich war und sie zum Friedensschluss bewog.
Südsudanesen konnten vom 9. bis 15 Januar 2011 zwischen den beiden Optionen Einheit oder Sezession wählen.Das offizielle Endergebnisse wurde von der Südsudan Referendums Kommission Anfang Februar 2011 bekannt gegeben. Eine überwältigende Mehrheit der Südsudanesen stimmte für die Trennung vom Norden und für die Unabhängigkeit.
Detaillierte Hintergrundinformationen finden sie in unserem Südsudan Kalender 2011.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Initiative Südsudan e.V.; Postfach 2329; D-37013 Göttingen, oder per E-Mail: post(at)suedsudan.de.

Januar 2011

November 2011
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Jede Zivilisation ist daran zu messen, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht.
Mahatma Gandhi
Diese Informationen finden Sie auf der Seite Aktuelles unter Politik
12.07.2011: Die ersten Tage der Freiheit
11.7.2011: Mit Entwicklungshilfe ist es nicht getan
09.7.2011: Staatsgründung - Südsudan feiert seine Unabhängigkeit
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